INOVATUS · SPRACHDIENSTLEISTUNGEN FÜR ÖSTERREICH
Namen und Schreibweisen in Übersetzungen
Unterschiedliche Schriften und frühere Urkundenausfertigungen können zu mehreren Schreibweisen desselben Namens führen. Eine Übersetzung soll die Zuordnung erleichtern, ohne amtliche Angaben unbemerkt zu ändern.

Vorhandene Schreibweisen bereitstellen
Ein Reisepass oder eine bereits maßgebliche Urkunde kann Hinweise auf eine etablierte lateinische Schreibweise geben. Legen Sie relevante Vergleichsdokumente bei und kennzeichnen Sie, welche Fassung die empfangende Stelle verwendet.
Abweichungen nicht verstecken
Stimmen Schreibweisen in verschiedenen Originalen nicht überein, darf die Übersetzung diesen Widerspruch nicht einfach beseitigen. Je nach Ausfertigung kann eine nachvollziehbare Anmerkung erforderlich sein. Eine amtliche Berichtigung erfolgt durch die zuständige Stelle.
Transliteration ist nicht beliebige Lautschrift
Je nach Schrift, Urkundentyp und Empfänger können unterschiedliche Umschriftsregeln relevant sein. Eine passende Methode wird aus dem Kontext bestimmt. Vertraut klingende Schreibweisen sind nicht automatisch die sachlich richtige Lösung.
Mehrteilige Namen und Reihenfolge
Familienname, Vorname und gegebenenfalls weitere Namensbestandteile sollen korrekt zugeordnet bleiben. Die im Original verwendete Reihenfolge darf nicht ohne Verständnis der Dokumentstruktur geändert werden.
Auch Orte und Einrichtungen brauchen Kontext
Historische Ortsnamen und umbenannte Einrichtungen können für ältere Dokumente relevant sein. Die Übersetzung soll den damaligen Bezug erhalten; eine aktuelle Bezeichnung ist nicht automatisch ein Ersatz für die Quelle.
Häufige Fragen
Kann ein falsch geschriebener Name im Original einfach richtig übersetzt werden?
Nicht stillschweigend. Die Abweichung ist zu klären und gegebenenfalls amtlich berichtigen zu lassen. Die Übersetzung darf keine neue Originalangabe vortäuschen.
